Eine Impotenz kann enorme Auswirkungen auf die Partnerschaft oder das Liebesleben einer Beziehung haben. Impotenz ist ein immer häufiger auftretendes Problem, welches nicht nur Männer im fortgeschrittenen Alter (65 Jahre und älter) betrifft.

Wissenschaftlichen Studien zufolge leiden ca. drei bis vier Millionen deutsche Männer unter einer Erektionsstörung. Da die Ursachen von Impotenz sehr vielfältig sind, gibt es zahlreiche Methoden, um einer Erektionsstörung entgegen zu wirken.

In diesem Artikel werde ich auf die psychosozialen Folgen einer erektilen Dysfunktion eingehen, werde erläutern, was dies für eine Beziehung bedeuten kann und welche Problemlösungen sich bieten.

Impotenz und die Folgen für die Beziehung oder Ehe?

Eine Impotenz kann nicht nur schwerwiegende Folgen für eine Beziehung mit sich bringen, sondern birgt unter anderem auch Probleme für das eigene psychische Wohlbefinden, die Lebensqualität und das Selbstbewusstsein.

Sexualität spielt innerhalb der Beziehung eine sehr wichtige Rolle. Was anfangs vielleicht noch mit Kuscheln und zärtlichen Berührungen überbrückt werden kann, kann über einen längeren Zeitraum möglicherweise doch zu einem großen Problem werden.

Verbessert sich die Lage über Monate oder sogar Jahre hinweg nicht, werden beide Partner unglücklich und Stress ist vorprogrammiert.

Frauen suchen den Grund einer für eine Impotenz oft bei sich selbst und in ihrer Attraktivität, Schönheit oder Ausstrahlung. Männer hingegen haben oftmals das Problem, dass sie nicht offen über ihr Problem sprechen wollen und auch nicht können.

So kann eine Impotenz nicht nur auf den Mann, sondern genauso auch auf den Beziehungspartner Druck ausüben. Ein Rückzug, bis die Beziehung letztendlich zusammenbricht, ist jedoch der völlig falsche Ansatz. Meist verschwindet eine Impotenz nicht von selbst wieder und kann zu einem wahren Beziehungskiller werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einer erektilen Dysfunktion den Kampf anzusagen.

Selbstdiagnose – Leide ich an einer psychischen Impotenz?

Da Erektionsstörungen nicht nur körperlicher, sondern auch seelischer Natur sein können, spricht man häufig von psychischer Impotenz oder körperlich bedingter Impotenz.

Eine psychische Erektionsstörung erfordert völlig andere Behandlungsmethoden, weshalb Sie herausfinden sollten, welche Ursache Ihre Potenzprobleme verursacht. Die folgenden Fragen können Ihnen dabei helfen, zu entscheiden, ob Sie möglicherweise an einer psychischen Erektionsstörung leiden.

  • Empfinden Sie genügend Lust auf Sex?
  • Können Sie sexuell erregt werden?
  • Konzentrieren Sie sich ausgiebig auf ein erotisches Vorspiel?
  • Fühlen Sie sich geistig und emotional gesund?
  • Gab es in letzter Zeit einflussreiche Erlebnisse in Ihrem Leben?
  • Sind jegliche Vorerkrankungen erkannt, die Ihre Impotenz beeinflussen könnten?
  • Können Sie Probleme innerhalb Ihrer Partnerschaft zusammen mit Ihrem Partner lösen?
  • Fühlen Sie sich in Ihrer Partnerschaft wohl?
  • Werden Sie häufig von Ihrem Partner kritisiert?
  • Wie geht Ihr Lebenspartner mit Ihrer Impotenz um?
  • Denken Sie, Ihre Impotenz kommt von Lustlosigkeit?
  • Nehmen Sie Medikamente, welche Ihre Potenz beeinträchtigen könnten?
  • Kommt es in Ihrer Beziehung häufig zu Streit?
  • Fühlen Sie sich zu Ihrem Partner angezogen?
  • Haben Sie das Gefühl, in Ihrer Beziehung ausreichend geschätzt und geliebt zu werden?

Behandlungsmöglichkeiten einer Impotenz

Um an keinen weiteren psychosozialen Folgen der erektilen Dysfunktion leiden zu müssen, sollten Sie sich so schnell wie möglich über die zahlreichen verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren, um Ihre Partnerschaft und das Liebesleben Ihrer Beziehung nicht weiter zu gefährden.

Hierbei unterscheidet man im groben zwischen dem medikamentösen und dem therapeutischen Behandlungsweg.

Medikamentöse Behandlung

Vor jeglichen medikamentösen Behandlungen sollte ein Arzt im Vorhinein konsultiert und befragt werden. Auch eine gynäkologische Einschätzung ist von Vorteil, um dem Beziehungskiller Impotenz zu entkommen.

Medikamentöse Impotenz Behandlung

Ein ausgebildeter Arzt kann die Ursache Ihrer Erektionsstörung leichter herausfinden und somit das Problem effektiv zusammen mit Ihnen bekämpfen. Bei einer medikamentösen Behandlung wird im Normalfall zwischen rezeptpflichtigen und freiverkäuflichen Medikamenten unterschieden.

Freiverkäufliche Potenzmittel sind in jeder Apotheke und auch im Internet ohne Rezept erhältlich und werden meist als Nahrungsergänzungsmittel beworben. Zu den freiverkäuflichen Potenzmitteln gehören zum Beispiel L-Arginin, Pinienrindenextrakt und Yohimbin.

Rezepte für rezeptpflichtige Potenzmittel können beim Arzt erhalten werden. Auch mit Rezept sind die Kosten für diese Art von Potenzmittel wie Viagra, Levitra und Cialis sehr hoch und werden auch nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Freiverkäufliche Potenzmittel sind im Gegensatz hierzu natürlich und meist deutlich weniger kostenintensiv.

Therapeutische Behandlung

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All diese Therapieformen werden meist zusammen mit dem Partner angegangen, um die Beziehung vor dem Aus zu bewahren. Sollte ein Teil der Partnerschaft mal eine Sitzung aussetzen müssen, kann diese auch alleine erfolgen. Ansonsten entsprechen Einzelsitzungen in solchen Fällen nicht der Regel, da der Beziehungspartner bei der Problemlösung mithelfen kann, was ein großer Vorteil ist.

Egal für welche Behandlungsmöglichkeit Sie sich entscheiden, verstecken Sie sich nicht. Eine Erektionsstörung ist kein Thema, über was man sich schämen sollte. Geht man offen und ehrlich mit dem Problem um, kann es deutlich schneller bekämpft werden, sodass das Liebesleben in Ihrer Partnerschaft wieder wie gewohnt weitergehen kann.